Ratanhia: FĂŒr Die Mundhygiene

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Die ratanhia (Krameria lappacea syn. Krameria Triandra), aus der Familie der KramĂ©riacĂ©es, ist in SĂŒdamerika beheimatet, wo die Indianer es "Raiz para los Dientes" nannten, also "Wurzel fĂŒr die ZĂ€hne". In der Tat war es extrem adstringierend und diente als Zahnpasta und allgemein fĂŒr die Mundpflege. Heute ist es unter anderem noch in Vorbereitung auf MundspĂŒlungen.

Ratanhia (Krameria lappacea syn Krameria triandra)

Ratanhia, nicht kultivierbar

Krameria lappacea ist ein knapp ĂŒber 30 cm langer Strauch, der hauptsĂ€chlich in Bolivien und Peru zwischen 1000 und 300 Metern ĂŒber dem Meeresspiegel auf sandigen und trockenen Böden nach Westen wĂ€chst. Die Ernte bleibt wild, weil die Pflanze nicht angebaut wird. In der Tat braucht die umliegenden Pflanzen das Wasser und die NĂ€hrstoffe, die sie entwickeln muss.

Die Ratanhia hat Äste mit kleinen, einfachen BlĂ€ttern, lĂ€nglich und seidig. Rote BlĂŒten bilden dichte Endgruppen, die bestĂ€ubende Insekten eher mit einem geruchlosen Öl als mit Nektar anlocken. Die kleinen kugelförmigen FrĂŒchte, die folgen, sind mit weichen Stacheln bestĂŒckt, die an den Tierhaaren haften, und tragen so zur natĂŒrlichen Verbreitung von Ratanhia bei, die spontan wieder aufgenommen wird. Da die Ratanhia jedoch nur in freier Wildbahn geerntet wird, mĂŒssen wir darauf achten, dass das ökologische Gleichgewicht der Gebiete, in denen es wĂ€chst, nicht geplĂŒndert wird, um die BedĂŒrfnisse westlicher Importeure zu befriedigen, die Derivate herstellen.

Die Wurzel, deren Farbe rotbraun und bitter im Geschmack ist, ist kriechend und sehr verzweigt, sie ist wegen ihrer medizinischen Eigenschaften gefragt. Es enthĂ€lt eine große Menge kondensierter Tannine wie Lignane (Neolignane...). Es erzeugt beim Backen einen roten Farbstoff, der das FĂ€rben von BettwĂ€sche oder Baumwolle ermöglicht.

Die medizinischen Tugenden der Ratanhie

Es sind die adstringierenden, hĂ€mostatischen, antibakteriellen und fungiziden Tugenden, die in der Ratanhia-Wurzel gegen ZahnfleischentzĂŒndung, in MundwĂ€ssern und gegen EntzĂŒndungen der MundschleimhĂ€ute als Gurgeln gesucht werden.

Es wird auch gegen HĂ€morrhoiden, Fissuren, Blutungen und chronischen Durchfall angewendet. Die leichten Kreislaufprobleme werden auch durch die Ratanhia gelindert.

Die Ratanhia und die verschiedenen Produkte, in denen sie vorkommen, werden hauptsÀchlich in der Apotheke gekauft, da die Pflanze aufgrund ihrer starken Adstringenz und möglicher allergischer Reaktionen ohne Àrztlichen Rat nicht lÀnger als 2 Wochen verwendet werden muss:

  • in Infusion: 5 g getrocknete Wurzel / 50 cl (maximal 1 bis 3 Tassen pro Tag), um 10 Minuten zu infundieren
  • Abkochung: 20 g getrocknete Wurzel / 1 l, um 10 Minuten zu kochen, und so viel Zeit ziehen lassen (MundspĂŒlungen und Gurgeln),
  • in Zahnputzmitteln, Salben, Suppositorien, Lotionen, FĂ€rben, wie vom Apotheker verwiesen.

Die Verwendung von Pflanzen zum Heilen muss durch Absprache mit einem Arzt, Apotheker oder KrĂ€uterarzt erfolgen. Schwangere, Menschen mit chronischen und schweren Erkrankungen oder die Einnahme von Medikamenten sollten einen Arzt konsultieren, bevor die Selbstmedikation zu Nebenwirkungen fĂŒhren kann, einschließlich Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.

(Bildnachweis: Joe Decruyenaere - CC BY-SA 2.0)

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Video: Zahnpflege 2.0 oder wer braucht eigentlich Zahnpasta.

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